AMATHOUS | AMATHUS

Der antike Ort Amathous liegt ca. 10 km östlich.von Limassol. Amathous gilt als eine der ältesten Königsstädte Zypern.  In der griechischen Mythologie hat Amathous einen guten Platz. Dort befand sich die bedeutendste Stätte für den Aphrodite-Kult von Paphos und für die Göttin Astarte etwa vom 8.– 4. Jhd. v. Chr. Leider ist von der Kultstätte kaum etwas wahrnehmbar. Auch die Spuren der mythischen Ariadne-Legende (Beziehung von Theseus mit Ariadne) führen nach Amathous. In phönizischer Zeit entstand ein Ort für religiöse Kinderopfer. Für die Griechen entstand auf der Klippe oberhalb der Akropolis ein Aphroditetempel. Durch die Ptolemäer kam der Dionysios-Kult nach Zypern. Dionysios, der Ariadne rettete, die von Theseus auf Naxos. zurückgelassen worden war, wurde ebenso verehrt wie Artemis und Apollon.

Nach der griechischen Mythologie ist Aphrodite die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde und eine der zwölf olympischen Gottheiten. „Sie wurde insbesondere als Schutzherrin der Sexualität und Fortpflanzung verehrt, die sowohl den Fortbestand der Natur als auch die Kontinuität der menschlichen Gemeinschaften gewährleistete“..[1]  Sie wird oft als „Schaumgeborene“ bezeichnet, was nicht unumstritten ist. Orte ihrer Verehrung finden sich u. a. in der Region um Paphos.

Die ältesten Siedlungsspuren gehen bis ins 11. Jhd. v. Chr. zurück. Der von der Geschichtsschreibung benannte Stadtgründer Kinyras verlieh der Stadt den Namen seiner Mutter Amathous. In der griechisch-hellenistischen Epoche gab es mehrere Bauphasen der Erweiterung des Ortes, wobei diese Phase. geschichtlich weniger belegt ist. Während der Herrschaft der Ptolemäer verlor Amathous politisch langsam an Einfluss. So wurde der Hafen von dem in Nea Paphos abgelöst. Dennoch entstanden in dieser Zeit ein Bad, ein Gymnasion, ein Balaneion und Befestigungen der Akropolis. Wirtschaftlich bedeutsam war für den Ort der Getreide-, Wein- und Olivenanbau und der damit verbundene Handel. Schafzucht und die vorhandenen Kupferminen mehrten den Wohlstand der Stadt und ihrer Bewohner. Amathous war phönizisch geprägt und hielt sich bei den Auseinandersetzungen der hellenistischen Kräfte, u. a. Alexander d. Großen, mit den Persern zurück. Unter den Römern wurde die Stadt zum Sitz einer Verwaltungseinheit der Insel.

Im 4. Jahrhundert war Amathous Bischofssitz. Ende des 12. Jahrhunderts war der Ort weitgehend aufgegeben, die Gräber geplündert, die Steine der Gebäude nach Limassol verbracht und später für den Bau des Suez-Kanals aufgebraucht.
Interessante archäologische Besichtigungspunkte sind die Akropolis mit den Resten des Aphrodite-Tempels, die Agora mit dem Nymphäum und die Ruinen einer frühchristlichen Basilika in der Nähe des antiken Hafens, dessen Bauten im Meer versunken sind. In Nekropolen wurden mehrere hundert Gräber gefunden. Artikel bei Wikipedia zu: AMATHOUS und APHRODITE

Quellen: Antike Stätten am Mittelmeer, Metzler Lexikon, Verlag J. B. Metzler, 1999, I. Huber, S. 409-411 / /DUMONT Kunst-Reiseführer, DuMont Reiseverlag, 3. aktualisierte Auflage, 2011, A. Schneider, S. 93/94. (1) Vinciane Pirenne-Delforge: Artikel Aphrodite. In: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike. Hrsg. von Hubert Cancik und Helmuth Schneider. Band 1, Metzler, Stuttgart und Weimar 1996, Sp. 838–844

 

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